Das Schaudepot

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Der schwarze Kreis von Emilija Tolj und Cennet Uyar

,Indem du diese Projektbeschreibung liest, erkennst du an, dass du dich in einer weißen Mehrheitsgesellschaft befindest, die im Widerspruch zur Heterogenität steht. Der schwarze Kreis symbolisiert die Eigenschaften und Fähigkeiten von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, die von der weißen Mehrheitsgesellschaft aberkannt und ausgeschnitten werden. Bestimmte Qualitäten, die sich Betroffene durch ihre Erfahrungen angeeignet haben, werden ihnen kategorisch abgesprochen. Die Ränder, die durch den Ausschnitt des Kreises entstehen, stellen Betroffene in einer weißen Mehrheitsgesellschaft dar. Sie werden voneinander abgeschottet. Nur im Zusammenschluss der Ränder ist wieder ein Kreis in der Mitte zu erkennen. Durch Empowerment, Dekolonialisierung und Solidarität reichen sich die Ecken die Arme. Im Zusammenschluss wird die Abwesenheit des Kreises wieder für Betroffene sichtbar. Die Kompetenzen, die aus den Konsequenzen der Erfahrungen betroffener Personen resultieren, wurden nie und werden niemals entzogen.‘ (Tolj/Uyar)

Im Schaudepot erwartet Sie: ein Flyer als Gebrauchsanweisung, ein flauschiges Objekt, Material zum Zeichnen Ihres eigenen, Vorstellung gewordenen schwarzen Kreises, ein MP3-Player inkl. Audiodeskription.

Für 1 bis 5 Personen

Dauer: variabel

Credits

Von und mit Emilija Tolj und Cennet Uyar

Die Arbeit ist eigens für das Schaudepot entstanden und wird ermöglicht durch eine Förderung des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.

Weiteres

Emilija Tolj studiert Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart und erhielt dort das DAAD PROMOS-Stipendium. Ausgehend von der ,School of 2020‘ im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart gründete sich das Kollektiv Bond_ASAP. Im Rahmen der Arbeitsgruppe und darüber hinaus setzt sich Emilija Tolj mit den Arbeitsbedingungen und der Inklusion marginalisierter Menschen in der Darstellenden Kunst und Architektur auseinander. ‚Der schwarze Kreis‘ entstand in Kollaboration mit der Politikwissenschaftlerin Cennet Uyar.